Speichermethoden von Überwachungskameras. Welche ist die beste?


Welche Speichermethode ist die beste? Wir stellen euch heute die gängigsten Speichermethoden vor .. so viel können wir schon verraten, DIE beste Speichermethode gibt es nicht.

Welche Speichermethoden für Aufnahmen von Überwachungskameras gibt es?

Die aus unserer Sicht fünf relevantesten Methoden sind die Speicherung auf SD-Karte (Speicherkarte), Netzwerkvideorekorder (NVR), FTP Server, NAS-System und der Cloud-Speicher.

1. SD-Karte / Speicherkarte

Die Speicherkarte kann einfach und ohne viel Aufwand in die Kamera eingeschoben werden, es muss also kein Account angelegt werden oder eine Installation durchgeführt werden. Weitere Vorteile der Speicherkarte sind der relativ günstige Preis (gute Speicherkarten gibt es bereits ab 10 Euro) und das Entfallen von Abonnement-Gebühren. Des Weiteren gilt die Speicherkarte aus datenschutzrechtlicher Sicht als relativ sicher. Sollte die Überwachungskamera mit der darin enthaltenen Speicherkarte allerdings gestohlen werden, dann wären die noch nicht heruntergeladenen Aufnahmen verloren und der Dieb könnte zumindest anhand der gemachten Aufnahmen nicht mehr identifiziert werden.

Heutzutage werden in der Regel microSD-Karten für die Überwachungskameras genutzt, die Speicherkapazität variiert zwischen 64 GB und 512 GB je nach Kamera.

2. Netzwerkvideorekorder (NVR)

Ein Netzwerkvideorekorder oder kurz NVR ist ein Rekorder auf denen die gemachten Aufnahmen der Überwachungskameras automatisch gespeichert werden können. Der NVR ist mit einer Festplatte ausgestattet und wird über LAN, PoE oder WLAN mit den Überwachungskameras verbunden. Der Vorteil eines Netzwerkvideorecorders liegt in seiner großen Speicherkapazität und der Fähigkeit, die Aufnahmen von mehreren Kameras gleichzeitig zu sichern. Darüber hinaus lässt sich das Gerät an einem sicheren Ort positionieren (Tresor, Dachboden, Kellerraum) und sichert die Aufnahmen der Überwachungskameras bei einem Einbruch, Hausfriedensbruch, selbst wenn die Kameras beschädigt oder gestohlen werden sollten. Wenn die Kameras erst mal mit einem NVR verbunden sind, lässt sich die Konfiguration idR. nur noch über den Rekorder vornehmen, zudem ist der Anschaffungspreis relativ hoch und einige Geräte können durch die installierten Lüfter ein wenig laut sein, weshalb die Rekorder nicht für jeden Raum geeignet sind.

Netzwerkvideorekorder gibt es mit und ohne integrierten PoE-Switch und die gängigsten Geräte besitzen 8 oder 16 Kanäle für eine entsprechende Anzahl an Überwachungskameras.

3. FTP-Server

Mithilfe eines FTP-Servers lassen sich Aufnahmen von Überwachungskameras auf einem lokalen Speichermedium sichern. Die Methode ist kostenfrei und die Videos und Bilder können jederzeit vom Eigentümer abgerufen werden. Der Vorteil eines FTP Servers als Speichermethode liegt auf der Hand, Bilder und Videos lassen sich kostenlos in einer Art „Cloud“ sichern, welche sich aber im eigenen Netzwerk und nicht im "world wide web" befindet. Die Einrichtung ist aber nicht immer einfach, zudem muss das Gerät, auf dem die Aufnahmen der Überwachungskameras gesichert werden sollen, permanent eingeschaltet sein. Das Team von klaunix.com unterstützt euch bei der Einrichtung eines FTP-Servers für unsere Überwachungskameras natürlich jederzeit gerne.

4. NAS-System

Ein NAS-System ist ein mit dem Netzwerk verbundenes Speichergerät, das es autorisierten Benutzern innerhalb des Netzwerks ermöglicht, Aufnahmen der Überwachungskameras an einem bestimmten Ort zu speichern und abzurufen. Ein NAS-Server ist vergleichbar mit einer privaten Cloud in Ihrem Heim oder Geschäft. Die Anschaffungskosten für ein NAS-System sind zwar relativ hoch, allerdings relativieren sich im Laufe der Zeit die Kosten gegenüber eines gewöhnlichen Cloud-Abonnements. Eine Live-Ansicht bieten NAS-Systeme in der Regel jedoch nicht.

NAS-Systeme sind flexibel konfigurierbar und können an die Bedürfnisse des Kunden angepasst werden. Die aus unserer Sicht bekanntesten Anbieter sind Synology oder QNAP.

5. Cloud-Speicher

Viele Hersteller und Marken bieten ihren Kunden die Möglichkeit, Aufnahmen der Überwachungskameras kostenpflichtig in einer Cloud abzuspeichern. Eine Cloud ist im Prinzip wie eine Festplatte im Internet, auf welche die Daten der Überwachungskamera abgelegt und jederzeit abgerufen werden können. Ein lokaler Speicherort ist nicht notwendig und somit wird auch keine eigene Festplatte oder Speicherkarte benötigt. Ohne stabile Internetverbindung kann es zu Problemen bei der Sicherung der Daten kommen, zudem ist idR. ein kostenpflichtiges Abonnement notwendig, um den Cloud-Speicher vollumfänglich nutzen zu können.

Allgemeine Informationen

- Akkubetriebene Überwachungskameras können nicht mit Netzwerkvideorekorder oder NAS-Systemen verbunden werden, weil diese nicht mit dem sog. ONVIF Protokoll arbeiten.

Fazit

Welche die richtige Speichermethode für euch ist, hängt von den Anforderungen ab, welche ihr an die Überwachungskamera bzw. Speichermethode habt. Zudem hängt es natürlich auch davon ab, wo und was überwacht werden soll. Für eine 1-Zimmer Wohnung würden wir zum Beispiel keinen Netzwerkvideorekorder empfehlen, weil dieser verhältnismäßig laut ist. Handelt es sich um ein System von 6 oder mehr Überwachungskameras, muss man sich überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist alle Kameras mit einer Speicherkarte auszurüsten... usw.

Wir hoffen, wir konnten euch das Thema ein wenig näher bringen und euch dabei helfen, die richtige Speichermethode für euch zu finden. Wenn wir euch irgendwie unterstützen können, dann hinterlasst gerne einen Kommentar oder schreibt uns eine Nachricht an support@klaunix.com

Wir wünschen euch einen sicheren Tag

Euer Klaunix-Team


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