Welche Überwachungskamera passt zu mir?


Welche Überwachungskamera passt zu mir?

Diese Frage stellen sich täglich tausende Menschen auf der ganzen Welt. In diesem Beitrag möchten wir Hilfestellung leisten und euch bei der Auswahl des richtigen Produkts unterstützen.

Die wichtigsten Überwachungskameratypen im Überblick:

WLAN Überwachungskameras mit Stromversorgung: Wenn man einen Stromanschluss hat, aber eine Verkabelung über Netzwerkkabel zu kompliziert, aufwendig oder aus technischen Gründen nicht möglich ist, dann ist diese Kamera die richtige Wahl. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass das Funksignal des Routers die Kamera auch wirklich erreicht. Ist dem nicht so oder kommt nur ein sehr schwaches Signal an, kommt es zu Verbindungsabbrüchen oder Fehlermeldungen, wenn man versucht per App oder Computer auf die Kamera zuzugreifen. Ist die Entfernung zwischen Router und Wlan-Kamera zu groß kann ein WLAN-Repeater wie des RE550 von tp-link Abhilfe schaffen. Dieser wird ungefähr bei der Hälfte der Strecke positioniert, um das WLAN-Signal so zu verstärken, dass es die Kamera mit ausreichender Signalstärke erreicht.

Unsere kabelgebundenen WLAN-Kameras findet ihr hier

PoE(Power over Ethernet) Überwachungskameras: Wer sich nicht auf das Funksignal einer WLAN-Kamera verlassen will und die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit einer physischen Verbindung schätzt, der sollte zu diesem Kameratyp greifen. PoE Kameras können mit nur einem Netzwerkkabel (wir empfehlen Cat 7 aufwärts.) sowohl mit Strom, als auch mit Internet versorgt werden. Eine Steckdose in der Nähe ist also nicht notwendig, das macht die Installation einfach und die Kameras trotz des Kabels flexibel einsetzbar. Damit die Kamera jedoch Strom und Internet über dasselbe Kabel beziehen kann, wird eines der folgenden Geräte zusätzliches benötigt, wenn nur eine Kamera genutzt wird reicht ein Injektor wie der LAS60-57CN-RJ45 von Hikvision. Sollen gleich mehrere Kameras über Netzwerkkabel mit Strom und Internet gleichzeitig versorgt werden oder möchte man sich diese Option für die Zukunft offenhalten, benötigt ihr einen PoE Switch z. B. den TL-SG105PE von tp-link oder auch den TL-SG1008MP V2, wenn es mehr als vier Kameras sein sollen. Möchtet ihr die Kameras nicht nur mit Strom und Internet versorgen, sondern die Aufnahmen auch gleich auf einem lokalen Gerät sichern ist ein Netzwerkvideorekorder mit integrierten PoE Switch das richtige Gerät für euch.

Eine Auswahl an PoE fähigen IP-Kameras findet ihr hier

Mobilfunk Überwachungskameras: Mobilfunkkameras sind die perfekte Lösung für abgelegene Lagerhallen, Weiden, Schrebergärten und eben einfach überall da wo kein DSL-Anschluss verfügbar ist. Die Inbetriebnahme ist dabei relativ einfach, SIM-Karte einstecken und schon lässt sich die Kamera über die App, den Client oder sonstige Software ansteuern. Bei gewöhnlichen SIM-Karten sollte man allerdings daran denken, die Pinabfrage zu deaktivieren, zudem gibt es diverse „Spezial“-Karten von verschiedenen Anbietern, die oft nicht in Kombination mit Mobilfunkkameras funktionieren. So muss man bei der O2 Multisim beispielsweise erst mal eine IP-Adresse vom O2 Kundenservice freischalten lassen, bevor man die Karte für seine Mobilfunkkamera nutzen kann. Bei den Mobilfunk Überwachungskameras muss man zwischen kabellosen und kabelgebundenen Kameras unterscheiden. Die kabellosen Kameras wie z.B. die Reolink GO PT sind praktisch, weil Sie unabhängig von der vorhandenen Infrastruktur überall eingesetzt werden kann. Möglich macht das Ganze ein eingebauter Akku und idR. die Nutzung des dazugehörigen Solarpaneels. Allerdings ist Ihre große Stärke auch gleichzeitig Ihre Schwäche, denn weil Sie auf einen Akku angewiesen sind, können diese Kameras oft nicht mit der Technik von kabelgebundenen Kameras mithalten, so wird beispielsweise bei der Nachtsichtreichweite, dem Zoom oder der Triggerentfernung gespart, damit der Akku möglichst lange (oft 365 Tage im Jahr) hält. Zudem muss man als Besitzer immer ein Auge auf den Akkustand haben, ist dieser zu niedrig droht die Kamera abzuschalten und es könnten wichtige Momente verpasst werden. Fällt die Batterieanzeige auf 0% und es friert, ist der Akku womöglich irreparabel beschädigt und die Kamera somit unbrauchbar. Wer also mit mehr als 20 Aufnahmen pro Tag rechnet oder keine Lust hat den Akku dauerhaft im Auge zu behalten, für den empfehlen wir die kabelgebundenen Kameras wie zum Beispiel die CTIPC-285C-4G von Ctronics. Kabelgebundene Mobilfunkkameras sind zwar nicht so flexibel wie die kabellosen Akku-Mobilfunkkameras, weil Sie von einer Steckdose, einem Generator oder vom Zigarettenanzünder des Autos abhängig sind, dafür bieten Sie aber teilweise Nachtsichtreichweiten von bis zu 50 m, hohe Auflösung und bis zu 30-fach optischen Zoom. Hier solltet ihr euch also gut überlegen welche Kamera für euch die beste Option ist. Neben den Mobilfunkkameras gibt es übrigens auch noch Mobilfunk Router, auch hier gilt dasselbe wie bei den Kameras, denn auch die Router gibt es kabelgebunden für die Steckdose oder kabellos mit Akku. Mithilfe des Mobilfunkrouters bietet sich die Möglichkeit gewöhnliche PoE oder WLAN-Kameras an Orten zu nutzen, welche nicht über einen DSL-Anschluss verfügen.

Zu unseren Mobilfunkkameras kommt ihr hier

Kabellose WLAN-Überwachungskameras: Weil sie von Privatpersonen so häufig genutzt werden wie kaum ein anderer Überwachungskameratyp widmen wir uns der kabellosen WLAN-Kameras wie der Reolink Argus 3 Pro nochmal gesondert, auch wenn sie eigentlich auch in die Kategorie WLAN-Kameras fällt. Das kabellose WLAN-Kameras praktisch und komfortabel sind, ist nicht von der Hand zu weisen. Drei Schrauben an die Hauswand, das Carport oder den Schuppen und schon steht die Videoüberwachung für das Eigenheim samt Garten. Was so schön klingt ist es meistens tatsächlich auch, zumindest wenn man mit einer einfachen Videoüberwachung mit digitalem Zoom, sehr eingeschränkter Nachtsicht und akzeptabler Auflösung zufrieden ist. Auch hier gibt es natürlich große Unterschiede und auch hier muss man sich genau überlegen, ob man mit der Akku-Kapazität zurechtkommt. Solltet ihr mit deutlich mehr als 20 Aufnahmen pro Tag rechnen, solltet ihr es euch gut überlegen auf eine Akku-Kamera zu setzen, wenn ihr nicht bereit seid diese zwischendurch auch mal manuell aufzuladen. Auch hier gilt, der Akku sollte nicht über längere Zeit unter 20% laufen und wenn er auf 0% fällt und es friert, besteht die Gefahr, dass er vollständig zerstört wird und eure Kamera somit nur noch als teure Attrappe genutzt werden kann.

Wir hoffen wir konnten euch das Thema ein wenig näherbringen und bedanken uns fürs lesen. Wenn Ihr noch weitere Fragen, Wünsche oder Anregungen habt, dann schickt gerne eine E-Mail an support@klaunix.com.

Euer Klaunix-Team


Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.